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Frühlingszeit = Lawinenzeit

Mit den steigenden Temperaturen im März steigt auch die Gefahr von Lawinen und Schneebrettern steigt, dürfen wir Ihnen heute zu diesem Thema ein paar wichtige und teilweise lebensrettende Informationen geben. In der bisherigen Wintersaison 2019/2020 wurden 30 Lawinenabgänge verzeichnet, 10 davon am ersten Wochenende im März. Auch in schneearmen Wintern ist diese Gefahr allgegenwärtig und darf bei keiner sportlichen Winteraktivität außer Acht gelassen werden. Wenn Sie folgende 10 Gefahrenmuster und Situationen einschätzen können, minimieren Sie die Gefahr Opfer einer Lawine zu werden. Die meisten Lawinenabgänge werden von Wintersportlern verursacht.

Gefahr 1 – Bodennahe Schwachstellen:
Der Schnee, der zu Beginn des Winters fällt und liegen bleibt, verbindet sich oft nicht so gut mit den Schneeschichten, die darauffolgen. Es bildet sich eine bodennahe Schwachschicht, die während der gesamten Wintersaison eine Schneebrettlawine auslösen kann. Am Öftesten gibt es diese Konstellation an schattigen und steilen Hängen zwischen 2000 und 3000 Metern.

Gefahr 2 - Gleitschnee:
Besonders im Frühjahr steigt die Gefahr von Gleitschneelawinen, die parallel zum Hang abbrechen. Auf glattem Untergrund, wie zB Wiesen, Eisflächen oder Felsen, finden größere Schneemengen nur wenig Halt und rutschen schon beim Queren des Hanges zur Gänze ab. Sie sind relativ schwierig zu prognostizieren, da sie wetterunabhängig sind und zu verschiedenen Tageszeiten auftreten.

Gefahr 3 – Regen:
Wenn durch die steigenden Temperaturen aus Schneeflocken Regentropfen werden, schrillen bei allen lawinenkundigen Wintersportlern die Alarmglocken. Da Wasser schwerer als Schnee ist und tief in die bereits bestehenden Schneedecken eindringt, werden die oberen Schneeschichten schwerer und gleiten von den trockenen Schneeschichten ab.

Gefahr 4 – Temperaturschwankungen:
Wenn auf Phasen mit tiefen Temperaturen dann Phasen mit wärmeren Temperaturen folgen oder umgekehrt, bilden sich störanfällige Schwachschichten, die oft an exponierten südlichen Hängen zur Gefahr werden können. Hier hilft nur, die konstante Wetterbeobachtung über einen längeren Zeitraum, um solche Gefahrenstellen lokalisieren zu können.

Gefahr 5 – Neuschnee nach der Eiszeit:
Wenn auf lange Kälteperioden endlich wieder Neuschnee fällt, kann sich dieser oft nicht richtig mit der vereisten Schicht des Altschnees verbinden. Noch schlimmer wird es, wenn zum Neuschnee auch noch Wind und Windverfrachtungen kommen. Hier gilt: Lieber für ein paar Tage die Füße stillhalten, als einem tödlichen Risiko ins Auge sehen.

Gefahr 6 – Windverfrachtungen:
Der Wind als Baumeister von Lawinen – Leider bewahrheitet sich diese These immer wieder. Wenn auch durchgefrorenen Schnee und leichten Neuschnee auch noch Triebschnee durch Wind kommt, bildet sich eine instabile Schicht, die schon beim kleinsten Skischwung in einer Katastrophe enden kann.

Gefahr 7 – Schnee ist nicht gleich Schnee:
Grundsätzlich gilt, dass Hänge mit viel Schnee nicht so lawinengefährlich sind, wie schneearme Hänge. Schneearme Hänge haben ungünstigere Schneeschichten als Hänge mit viel Schnee. Schneereiche Winter sind in der Regel von der Temperatur her gleichmäßiger und dadurch stabiler als Hänge, an denen der wenige Schnee nicht ordentlich haften bleibt.

Gefahr 8 – Reif:
Oberflächenreif und eine damit durchgehend vereiste Schneedecke ist eine Tücke. Diese Schichten sind ohne genaue Analyse der Schneestruktur mittels Grabung eines Schneeprofils oder genaue Beobachtung des Lawinenlageberichtes kaum zu erkennen. Günstig für die Konstellation sind längere trockene und kalte Schönwetterperioden.

Gefahr 9 – Graupelschauer:
Besonders im Frühjahr, wenn es zum Schneien bereits zu warm ist und für Regen noch zu kalt, sieht man das Phänomen der Graupel. Diese komplexen Schnee-, Wasser- und Eiskristalle fungieren auf geschlossenen Schneedecken als regelrechte Kugellager und lassen die Lawinengefahr rasant ansteigen!

Gefahr 10 – Frühling:
Im Frühling geht die Lawinenwarnstufe „gering“ gerne sprunghaft in „erheblich“ über. Hier spielen neben dem Schneedeckenaufbau die äußeren Einflüsse wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung eine große und gefährliche Rolle.



Unser Tipp:
Informieren Sie sich ausführlich über die aktuelle Wetter- und Lawinensituation und bleiben Sie bei der Tourenwahl flexibel. Um alle diese Gefahren zu minimieren und einen unbeschwerten Wintersporttag auf und abseits der Skipisten genießen zu können, nehmen Sie auf neuen Routen oder in für Sie unbekanntem Gelände einen Profi mit. Unsere Skilehrer freuen sich über Abwechslung und sind der ideale Partner beim Wintersport.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf: 0043 6456 7462
Silvia Grillitsch
& das Team der CSA Skischule Grillitsch in Obertauern

© + Inspired by: bergwelten.com/lawinenprävention von Robert Maruna

Weitere wichtige Links:

 

Lawinenausbildung mit der CSA Skischule Silvia Grillitsch
LVS - Lawinengerät Praxisübung
Karten lesen - Lawinenkurs
Training mit der Sonde im CSA Lawinenseminar

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